
Eine im Jahr 1851 eingerichtete Lehrerbildungsanstalt für evangelische Seminaristen im ehemaligen Herzoglich-Nassauischen Schloss in Usingen war der Vorläufer der heutigen Christian-Wirth-Schule. Benannt wurde sie nach einem Usinger Juristen, der im 19. Jahrhundert aus einfachen Verhältnissen stammend schließlich zum Landes-Direktor (Chef der kommunalen Verwaltung) und Vertreter im Abgeordnetenhaus avancierte. 1922 wurde nach einer Auseinandersetzung über die Schulform die erste Aufbauklasse eingerichtet. Es folgte eine stetige Aufwärtsentwicklung, die auch nicht durch die Zeit des Nationalsozialismus, den Zusammenbruch in den letzten Kriegsjahren und die schweren Bedingungen der unmittelbaren Nachkriegszeit gestoppt werden konnte. 1950 wurde die Vorverlegung des Schulbeginns auf das 7. Schuljahr beschlossen. 10 Jahre später, im Jahre 1960, gründete man die Usinger Förderstufe, 1976 fand der organisatorische Zusammenschluss mit Haupt- und Realschule zu einer additiven Gesamtschule statt. Mit dem Schuljahr 1988/89 erhielt der Gymnasialbereich wieder eigenständigen Status.
Heute besuchen mehr als 1300 Schülerinnen und Schüler die für Usingen und das Usinger Land so wichtige Bildungseinrichtung; insgesamt haben in den gut 80 Jahren mehr als 3000 Schülerinnen und Schüler hier ihr Abitur abgelegt.
Entnommen aus:
75 Jahre Christian-Wirth-Schule Usingen, Usingen 1997